Übungsaufgabe aus dem laufenden Sommersemester Fotografie. In der Übung ging es darum sich mit einem literarischen Werk zu beschäftigen und dieses zu interpretieren. Ich hab mich für „Bemerkungen über das Pferd“ von Charles Bukowski entschieden.

Technik: Canon Eos 30D, Canon EF 17-40mm f4.0 L USM, Photoshop, Lightroom

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Bemerkungen über das Pferd
Charles Bukowski

„Bemerkungen über das Pferd

Es war vor 10 Jahren im Hollywood Park –
ich hatte eine die mir das Bett warmhielt, 2 Autos, ein
Haus, und einen Hund
so groß wie ein besoffener Nero,
und ich schaffe was an
bei den Pferden; jedenfalls bilde ich mirs ein;
aber als das 7. Rennen kam, war ich runter bis auf
50 Dollar; ich setzte die 50 Dollar auf Determine
und dann wollte ich mir ein Tasse Kaffee holen,
hatte aber nur noch 10 Cents und Kaffee kostete 15.

Ich ging aufs Scheißhaus und wollte mich runterspülen.
Sie hatten mich geschafft. Alles was ich noch hatte
war ein Stück Papier in meiner Brieftasche; für 40 Dollar
wäre ich bereit gewesen, mich wieder davon zu trennen,
aber ich bracjte es nicht fertig. Na ja, ich ging raus
und sah mir das Rennen an und Determine siegte.

Ich kassierte meinen Gewinn, legte einen Zehner auf die
Seite und setzte den ganzen Rest auf My Boy.
BobbyMy Boy Bobby machte das Rennen. Ich kassierte ab
und stellte mich in eine Ecke und sortierte die 50er und
20er und Zehner und Fünfer, und dann fuhr ich nach Hause;
ich machte ihr das Zeichen, Daumen nach oben, als ich
in die Einfahrt einbog, und als ich reinkam
warf ich das ganze Geld in die Luft.

Sie war eine außergewöhnlich schöne Hure, und die Augen
fielen ihr beinahe raus als sie das sah, und der hund kam
reingerannt und schnappte sich einen Zehner und rannte damit
in die Küche, und ich schenkte die Gläser voll, und sie
sagte, „Hey, der Köter hat`n Zehner!“ und ich sagte
„Ach was, soll er doch!“ Wir kippten unsere Drinks.

Dann sagte ich, „Hmm, ich denke ich werde ihm den Zehner
besser doch wegnehmen“, und ging rein und nahm ihm
den Schein weg, er war nur leicht angefressen, und in
der Nacht zeigte sie mir im Bett alle Tricks die sie drauf-
hatte, und später regnete es und wir hörten uns Carmen an
und tranken und lachten die ganze Nacht.

Tage und Nächte wie die gibts einfach viel zu selten.“



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